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Aktuelle Meldungen vom Amt der Tiroler Landesregierung
Aktualisiert: vor 32 Minuten 55 Sekunden

Park+Ride-Studie

Mi, 01/22/2020 - 17:33

Dem Verkehrsausschuss des Tiroler Landtages wurde heute, Mittwoch, die Studie zur „Potenzialabschätzung 2030 – Bike+Ride und Park+Ride“ vorgestellt. Diese von Land Tirol und ÖBB in Auftrag gegebene Mobilitätsstudie zeigt die derzeitigen Kapazitäten und bildet die Potenziale für den Ausbau von Bike+Ride sowie Park+Ride-Anlagen bis zum Jahr 2030 ab. Mobilitätslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe zeigt sich zufrieden: „Es war doch ein längerer Weg als erwartet. Nun haben wir die Zahlen und damit wesentliche Richtwerte für die Zukunft, wie und wo wir die Tiroler Bahnhöfe und Haltestellen als intermodale Mobilitätsdrehscheiben weiterentwickeln werden. Die Erkenntnisse dienen als Leitfaden im Sinne des Ausbaus der Mobilität in Tirol für die kommenden zehn Jahre.“

63 Bahnhöfe und Haltestellen wurden untersucht

Der Bedarf nach mehr Bike+Ride-Stellplätzen liegt vor allem an den urban gelegenen Bahnhöfen wie Innsbruck, Kufstein oder Hall. Das größte Park+Ride-Potenzial liegt derzeit in Jenbach und Brixlegg, wobei mit acht weiteren Gemeinden im Inn- und Achental bereits Ende des letzten Jahres die notwendigen Verträge unterzeichnet und damit die Grundlage für eine zeitnahe Umsetzung gelegt wurden. Ebenso unterschrieben ist das Projekt am Bahnhof Schwaz. Großes Ausbaupotenzial sieht die Studie im Oberland an den Bahnhöfen Imst-Pitztal 102 Prozent bzw. Landeck-Zams 111 Prozent. Bereits umgesetzt wurde das Parkhaus in Telfs/Pfaffenhofen.

Ziel der Erhebung war es in erster Linie den Stellplatzbedarf für Fahrräder und PKW an den 63 Bahnhöfen und Haltestellen in Tirol bis 2030 abzuschätzen. Zusätzlich wurden Themen wie Stellplätze für Menschen mit Behinderung, die Anbindung der Haltestellen an das öffentliche Verkehrsnetz, Taxi- und Carsharingangebote sowie vorhandene Elektroinfrastrukturen miterhoben. Die Ermittlung des Infrastrukturbedarfs für das Jahr 2030 erfolgte auf der Grundlage von Fahrgastzählungen sowie der Erhebung vorhandener Kapazitäten und deren Auslastungsgrad. Ekkehard Allinger-Csollich, Leiter des Sachgebietes Verkehrsplanung erläutert: „Durch den Erfolg der 2017 durchgeführten Tarifreform stoßen wir an einigen Bahnknotenpunkten an die Auslastungsgrenzen. Durch die nun vorliegenden Ergebnisse können wir beim Ausbau klare Priorisierungen vornehmen.“

Studie als Grundlage für den Tirol-Vertrag 2

LHStvin Felipe sieht die Ergebnisse der Potenzialabschätzung ebenso als wichtige Grundlage für die weiteren Schritte zum Ausbau des öffentlichen Verkehrsangebotes: „Tirol hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Öffi-Land entwickelt. Tariflich haben wir bereits sehr gute Angebote gelegt, jetzt müssen wir zusammen mit dem Bund und den ÖBB bei den Park+Ride-Anlagen nachziehen, um der großen Nachfrage danach auch infrastrukturell zu entsprechen.“ Als wesentlich bezeichnet LHStvin Felipe auch die öffentlichen Anbindungen zu den Verkehrsknotenpunkten: „Es ist notwendig die Zubringer-Öffis wie Busse, Carsharingsysteme oder auch Anrufsammeltaxis weiter auszubauen, umso den Öffi-Nutzerinnen und Öffi-Nutzern schon bei der Anreise zum Bahnhof eine attraktive öffentliche Alternative bieten zu können.“

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Verkehrsdienstevertrages Ende 2019, womit 1,2 Milliarden für die nächsten zehn Jahre in das Angebot auf der Schiene investiert werden, steht im heurigen Jahr der Tirol-Vertrag 2 an, in welchem schließlich die Infrastrukturmaßnahmen 2020 bis 2030 mit der ÖBB vereinbart werden. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie werden dabei berücksichtigt und in den Vertrag eingearbeitet. Grundsätzlich wird eine Bike- bzw. Park+Ride-Anlage zu 50 Prozent durch die ÖBB und jeweils 25 Prozent vom Land bzw. den beteiligten Gemeinden finanziert. Die Umsetzung vertraglich vereinbarter Projekte erfolgt nach den Kriterien Dringlichkeit bzw. dem Auslastungsgrad der bestehenden Anlage, Einigung mit der Standortgemeinde, Finanzierbarkeit und die technische Umsetzbarkeit des Vorhabens.

Die vom Land Tirol und den ÖBB in Auftrag gegebene Studie wurde von einem unabhängigen Verkehrs- und Raumplanungsbüro durchgeführt, welches bereits an derselben Aufgabenstellung für das Bundesland Vorarlberg arbeitete und damit über das benötigte Hintergrund- und Fachwissen bzw. Erfahrung verfügt.

Hier gehts zur Park+Ride bzw. Bike+Ride-Potenzialstudie 2030.

Bewerbungscheck vom InfoEck

Mi, 01/22/2020 - 12:51

Was muss ich bei der Jobsuche und der Bewerbung beachten? Was erwartet mich in einem Vorstellungsgespräch? Am 28. Jänner und am 6. Februar 2020 bekommen Jugendliche bei Workshops in Wörgl, Imst, Landeck und Reutte Informationen und Tipps rund um solche und weitere Fragen zum Bewerbungsprozess. „Das A und O bei der Jobsuche ist eine gute Vorbereitung. Wer sich am Arbeitsmarkt durchsetzen will, braucht die besten Bewerbungsunterlagen. Seitens des Landes Tirol unterstützen wir die Tiroler Jugendlichen beim Thema Jobsuche und Bewerbung und bieten über die Jugendinfo des Landes kostenlose Serviceveranstaltungen in den Bezirken an“, betont Jugendlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.

Fit für die Jobsuche Mitgebrachte Lebensläufe oder Motivationsschreiben können die Teilnehmenden vor Ort von ExpertInnen prüfen lassen. Erfahrene TrainerInnen führen mit den Jugendlichen ein Probevorstellungsgespräch und geben ihnen hilfreiches Feedback. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenlos professionelle Bewerbungsfotos zu erstellen. „Das Ziel dieser Workshops ist es, dass sich die Jugendlichen fit für die Jobsuche machen und mit einer professionellen Bewerbungsmappe nach Hause gehen“, informiert LRin Zoller-Frischauf.

Veranstaltungstermine

28. Jänner 2020, 13 bis 17 Uhr im InfoEck Wörgl, Christian-Plattner-Straße 8

28. Jänner 2020, 14 bis 17 Uhr im Jugendzentrum J’ZI in Imst, Johannesplatz 6-8

28. Jänner 2020, 18 bis 20 Uhr im Jugendzentrum Jump In in Landeck , Schulhausplatz 7

6. Februar 2020, 14 bis 17 Uhr im Jugendzentrum Smile in Reutte, Mühler Straße 36

Hinweis: Eine Voranmeldung ist jeweils nicht notwendig.

 

Die Jugendinfo des Landes bietet unter Externer Link www.mei-infoeck.at/arbeit-bildung weitere Informationen zum Jobeinstieg, etwa mit dem Informationsblatt „Erste Arbeitserfahrungen“ sowie der Broschüre „Ferial- und Nebenjobsuche“ der Österreichischen Jugendinfos. Beide Folder sind auch in der Printversion in den InfoEck-Standorten Innsbruck, Imst und Wörgl erhältlich.

Kontakt

InfoEck – Jugendinfo Tirol

Kaiser-Josef-Str. 1

6020 Innsbruck

Tel.: 0512 / 57 17 99

E-Mail: E-Mail info@infoeck.at

Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag, 13 bis 17 Uhr

 

InfoEck – Jugendinfo Imst

Johannesplatz 6-8

6460 Imst

Tel.: 05412 / 66 500

E-Mail: E-Mail oberland@infoeck.at

Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch: 13 bis 17 Uhr

 

InfoEck – Jugendinfo Wörgl

Christian-Plattner-Straße 8

6300 Wörgl

Tel.: 05332 / 78 26 251

E-Mail: E-Mail woergl@infoeck.at

Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag: 13 bis 17 Uhr.

22 Tiroler Schulen erhalten Gütesiegel für Berufsorientierung

Mi, 01/22/2020 - 10:26

Gestern, Dienstag, zeichnete Bildungs- und Arbeitslandesrätin Beate Palfrader 22 Tiroler Schulen für ihr Engagement in der Berufsorientierung aus. „Das Gütesiegel ‚Berufsorientierung Plus‘ erhalten jene Schulen, die junge Menschen kompetent und individuell bei ihrer Ausbildungs- und Berufswahl unterstützen“, gratulierte die Landesrätin den 22 Tiroler Schulen zu ihrer Auszeichnung und freute sich über die bisher größte Anzahl von Verleihungen seit Einführung des Gütesiegels im Schuljahr 2005/2006. „Damit zeigt sich, dass die Schulen den Wert der Berufsorientierung erkennen und möglichst viel tun, um die Jugendlichen für ihren weiteren Berufsweg vorzubereiten.“

Zusätzlich zu den Auszeichnungen, welche die Schulen nun drei Jahre lang führen dürfen, wurde ein von den Tiroler Sozialpartnern gestiftetes Preisgeld in Höhe von insgesamt 5.000 Euro verliehen.

Die Schulen bieten den jungen Menschen verschiedene Eignungs- und Neigungstests, berufspraktische Schnuppertage in Unternehmen und üben Bewerbungsgespräche sowie das Erstellen von Bewerbungsmappen. „Im Fokus steht vor allem das Kennenlernen verschiedener Berufe während der Schnuppertage – was vor allem auch für die Tiroler Wirtschaft von Bedeutung ist“, ist LRin Palfrader überzeugt.

Über das Gütesiegel „Berufsorientierung Plus“

Das Gütesiegel ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landes Tirol mit der Wirtschaftskammer Tirol, der Arbeiterkammer Tirol, der Industriellenvereinigung Tirol, der Pädagogischen Hochschule Tirol und der Bildungsdirektion Tirol.

Seit Einführung der Auszeichnung wurde sie an insgesamt 74 Schulen verliehen. Drei Schulen, die Neue Mittelschule Niederndorf, die Neue Mittelschule Stubai und die Neue Mittelschule Wildschönau, haben das Gütesiegel bereits fünf Mal erhalten.

Auflistung der 22 Schulen nach Bezirk

Imst

NMS Imst Oberstadt

Innsbruck/Innsbruck-Land

NMS Hötting Innsbruck
Telfs Walter Thaler Schule
NMS Steinach am Brenner
NMS Telfs Dr. Aloys Weissenbach
NMS Vorderes Stubai – Fulpmes

Kitzbühel

ASO Hopfgarten i.Br.
NMS Kössen
NMS Kirchberg i.T.

Kufstein

BRG Wörgl
NMS Kundl
Hans Henziger Schule Kufstein
NMS Brixlegg
NMS Langkampfen
NMS Wildschönau

Landeck

NMS Paznaun

Lienz

NMS Bildungszentrum Kals
NMS Egger Lienz
NMS Sillian
NMS Virgental

Schwaz

NMS Zell am Ziller
NMS Rattenberg

Runder Tisch Pistentouren

Di, 01/21/2020 - 19:39

Das Tourengehen auf gesicherten Pisten hat sich in den vergangenen Jahren zu einem echten Breitensport entwickelt. Mit der steigenden Zahl an PistentourengeherInnen haben auch die Konflikte zugenommen. Eskaliert ist die Situation zuletzt am Rangger Köpfl, wo ein Pistengeher den Pistenraupenfahrer angegriffen hat. Tirols Sportlandesrat LHStv Josef Geisler hat Vertreter der Seilbahnwirtschaft, der alpinen Vereine sowie Sport- und Forstfachleute zu einem runden Tisch gebeten.

„Wir setzen in Tirol auf attraktive Angebote für PistentourengeherInnen, auf gezielte Lenkungsmaßnahmen sowie auf Information und Bewusstseinsbildung. Wir wollen das Pistentourengehen, das vor allem von der heimischen Bevölkerung ausgeübt wird, verstärkt als Chance und Teil der Lebensqualität in Tirol sehen“, fasst LHStv Geisler die Ergebnisse der Besprechung zusammen. Außerdem wird unter Führung des Landes eine ständige Arbeitsgruppe der Systempartner eingerichtet, die sich mit Entwicklungen im Pistentourengehen für ein konfliktfreies Miteinander befasst. Die erste Sitzung soll bereits im März dieses Jahres stattfinden.

Kein großes Thema beim runden Tisch waren gesetzliche Maßnahmen und allfällige Strafen für ein Fehlverhalten. Über ortspolizeiliche Verordnungen nach der Tiroler Gemeindeordnung wäre es zudem innerhalb des bestehenden Rechtsrahmens möglich, in den Hotspots gegen gravierende Missstände beim Pistentourengehen vorzugehen.

Leitsystem und definierte Aufstiegsrouten

Bereits 2016 hat das Land Tirol ein Pistentourenmodell und ein eigenes Pistentourenleitsystem entwickelt. Acht Skigebiete haben das Leitsystem bislang implementiert. „Wir haben hier noch Potenzial. Seitens des Landes bieten wir sowohl fachliche Beratung als auch finanzielle Unterstützung an, wenn die TourengeherInnen gezielt gelenkt oder für sie separate Aufstiegsspuren geschaffen werden“, will LHStv Geisler noch mehr Tourismusverbände und Skigebiete dazu bringen, die TourengeherInnen als Potenzial zu sehen. Das Land Tirol fördert sowohl die Konzeption wie auch die Umsetzung von Tourenangeboten mit 50 Prozent der Nettokosten.

Skigebiete, die das Tiroler Pistentourenmodell vorbildlich umsetzen, könnte das Land künftig in Ergänzung zum bestehenden Pistengütesiegel mit einem Qualitätssiegel auszeichnen. Die Kriterien dafür sind bereits in Ausarbeitung.

Kommunikation und Information verstärken

Verstärkt werden sollen auch die Kommunikation und Information. „Fehlverhalten beim Pistentourengehen darf nicht aus mangelnder Kenntnis der Regeln resultieren“, stellt LHStv Geisler fest. Tafeln mit den Regeln für das Pistentourengehen sollen verstärkt an den klassischen Einstiegsstellen in den Skigebieten aufgestellt werden. Auch Videos zu den Verhaltensregeln wird es seitens des Landes geben. Gedreht wird noch diesen Winter. Im Rahmen des Programms „Bergwelt Tirol – miteinander erleben“ soll es zudem in Zusammenarbeit mit interessierten Skigebieten eine Schnittstelle hin zu den wichtigsten Tourenplattformen geben. Wer eine Tour plant, wird so tagesaktuell über die Zeiten für Abendpistentouren, Sperren und auch Verhaltensregeln informiert. „Wenn wir wollen, dass die Bewegung in der freien Natur auch in Zukunft mit möglichst wenigen Einschränkungen möglich ist, müssen alle an einem Strang ziehen.“

Zielgruppe PistengeherInnen

Ob und wie von den PistentourgeherInnen künftig auch ein Entgelt eingehoben wird, ist Sache der Skigebietsbetreiber. PistentourengeherInnen nutzen eine mit großem Aufwand geschaffene Sportinfrastruktur. Vor allem das abendliche Pistentourengehen stellt für die PistenhalterInnen eine Bewirtschaftungserschwernis dar. „In Verbindung mit einem breiten Angebot für die PistentourengeherInnen rechtfertigt dies meiner Meinung auch einen Kostenbeitrag“, so der Sportlandesrat. Er plädiert aber dafür, das Pistentourengehen verstärkt als Zukunftsperspektive zu sehen. „PistentourengeherInnen sind eine attraktive und wachsende Zielgruppe“, verweist LHStv Geisler etwa auf ehemalige Skigebiete, die sich sehr erfolgreich auf PistentourengeherInnen spezialisiert haben.

Aktuelles aus der Regierungssitzung

Di, 01/21/2020 - 13:08

Mehr Regionalexpress-Züge (REX) im Tiroler Oberland, die auf der Strecke Innsbruck-Landeck auch zu kürzeren Fahrzeiten verkehren können und Fernverkehrszüge, die vermehrt in Ötztal sowie in Imst halten: Mit diesem Ziel wird eine Machbarkeitsstudie auf Antrag von Mobilitäts- und Verkehrslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe in Auftrag gegeben. Konkret wird damit die Umsetzbarkeit eines abschnittsweisen zweigleisigen Ausbaus auf den Streckenabschnitten Imst-Imsterberg und Ötztal-Roppen geprüft. In Zusammenarbeit mit der ÖBB-Infrastruktur AG werden vonseiten des Landes dafür rund 60.000 Euro bereitgestellt. „Mit der Eingleisigkeit im Tiroler Oberland stoßen wir bereits jetzt an die Grenzen der Leistungsfähigkeit. Im Sinne des nachhaltigen Ausbaus der Mobilität in unserem Land gilt es, sich nun neue Möglichkeiten anzusehen, um dem Mobilitätsbedürfnis der Tirolerinnen und Tiroler gerecht zu werden. Unser Fokus muss darauf liegen, das volle Potenzial des Bahnverkehrs auszuschöpfen“, betont LH Günther Platter.

Mehr Kreuzungsmöglichkeiten für mehr Mobilität

Konkret sollen die REX-Züge damit zu den Hauptverkehrszeiten halbstündlich und um acht Minuten schneller fahren. Die Machbarkeitsstudie basiert auf einer vorangegangenen Studie, in welcher die benötigten Kapazitäten analysiert wurden und klar der Bedarf für einen zweigleisigen Ausbau aufgezeigt worden ist. „Wir haben uns mehrere Varianten angesehen und uns nun für jene entschieden, die aus Effizienz- und Kostengründen überzeugt hat. Derzeit ist die Auslastungsgrenze im Tiroler Oberland erreicht – nur mit einem zweigleisigen Ausbau können wir die Intervalle und Fahrtzeiten optimieren. Ich bin mir sicher, dass dies für die Öffi-Nutzerinnen und Öffi-Nutzer ein Mehrwert ist und die Bahn attraktiviert“, erklärt LHStvin Felipe, dass ein vollständiger zweigleisiger Ausbau unter den Prämissen der Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit derzeit nicht zielführend wäre.

Mit 140 km/h von Ötztal bis nach Roppen

Damit Fahrtzeiten verringert werden können, benötigt es neue Kreuzungsmöglichkeiten zwischen Imst und Imsterberg. Konkret wird daher nun geprüft, ob es einen Neubaustreckenabschnitt auf der Strecke zwischen Bahnhof Ötztal und dem Bahnhof Roppen benötigt. Alternativ könnte ein zweites Gleis der bestehenden Bahnstrecke hinzugelegt werden. Jedenfalls soll eine Fahrtgeschwindigkeit von bis zu 140 km/h ermöglicht werden.

Bildungszentrum für Hören und Sehen in Mils

Ein „Bildungszentrum für Hören und Sehen“: Das entsteht mit der Zusammenführung der Landesblinden- und -sehbehindertenschule Innsbruck und des Zentrums für Hör- und Sprachpädagogik in Mils. Das heißt, dass sinnesbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche künftig aus einer Hand sowohl Expertise im Bereich Hören als auch Sehen vorfinden und umfassend in ihrer schulischen Laufbahn begleitet werden.

Die Tiroler Landesregierung beschloss dies heute, Dienstag, auf Antrag von Bildungslandesrätin Beate Palfrader und Soziallandesrätin Gabriele Fischer. „Mit dem neuen Zentrum kann die Bildungsqualität für sinnesbeeinträchtige Kinder und Jugendliche entsprechend der Bedürfnisse und Anforderungen noch besser gewährleisten werden – die Schülerinnen und Schüler erhalten eine verlässliche, sonderpädagogische Förderung. Zudem wird die fachübergreifende Zusammenarbeit der Bereiche Hören und Sehen gestärkt. Von der Wissensbündelung profitieren in erster Linie die insgesamt 500 betreuten Kinder und Jugendlichen“, betont LH Günther Platter. So zeichnete sich infolge einer Machbarkeitsstudie ab, „dass der bestehende Standort in Mils mit seinen Ressourcen geeignet ist, um ein ganzheitliches Zentrum des Hörens und Sehens bzw. der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik zu etablieren. Wir sind uns sicher, dass das ein Mehrwert für Betroffene darstellt“, betonen die beiden Landesrätinnen. Der offizielle Start des neuen Bildungszentrums ist mit September 2020 vorgesehen.

Wissen- und Kompetenzen an einem Ort bündeln

Im neuen Zentrum werden damit künftig insgesamt rund 80 LehrerInnen und SozialpädagogInnen sowie über 60 weitere MitarbeiterInnen – von der Logopädie über Physiotherapie bis hin zur Verwaltung – tätig sein. Die Leistungen rund um Wohnen und die Tagesbetreuung im Bereich der sehbeeinträchtigten SchülerInnen übernimmt wie bisher die St. Raphael GmbH.

Die räumlichen Kapazitäten sind am Standort in Mils vorhanden: Durch die Zusammenführung beider Zentren sind es insgesamt bis zu 15 Internats- sowie 105 Tagesbetreuungsplätze des Zentrums für Hör- und Sprachpädagogik Mils bzw. bis zu 19 Betreuungsplätze (Internat und Tagesheim) der St. Raphael GmbH in der Tagesbetreuung, die von sinnesbeeinträchtigen Kindern und Jugendlichen in Anspruch genommen werden können. Neubauten sind nicht vorgesehen: Bauliche Adaptierungen in Höhe von 1,13 Millionen Euro sollen bis Herbst 2020 umgesetzt werden.

Fokus auf Beratung und Frühförderung

Ein Schwerpunkt soll künftig auch auf der Beratung und mobilen Betreuung liegen. „Für die zukünftigen Bildungschancen von sinnesbeeinträchtigten Schülerinnen und Schülern in Tirol kann durch das duale System, nämlich ein Bildungszentrum und mobile Betreuung und Beratung vor Ort, bestmöglich gewährleistet werden“, betont LRin Palfrader. Auch die Frühförderung wird weiter forciert. In Zusammenarbeit mit dem Blindenverband werden derzeit 55 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren im Bereich Sehen und 23 Kinder im Bereich Hören betreut. „Mit dem neuen Zentrum wollen wir eine ganzheitliche Förderung unter Einbeziehung eines breiten Expertenwissens gewährleisten. Die Kinder und Jugendlichen sollen nicht nur in ihrer Sprach-, Kommunikations- und Wahrnehmungskompetenz gestärkt werden, sondern auch ihre eigene Persönlichkeit entfalten und Identitäten entwickeln können. Das Ziel ist es, sie bestmöglich in ihrem Weg in ein selbstständiges Leben zu begleiten“, betont LRin Fischer auch, dass die Inklusion gestärkt wird.

Kurzmeldungen aus der Regierungssitzung

Natura 2000 – Gebiet „Schwemm“: Im Rahmen eines Rundweges sollen Interessierten die Besonderheiten des Natura 2000 – Gebietes „Schwemm“ im Bezirk Kufstein bzw. am Walchsee näher gebracht werden. Ergänzend zum bestehenden Vogelbeobachtungsturm und den regelmäßigen Schwemm-Führungen wird das Informationsangebot zu Naturschutzthemen nun attraktiviert. Auf Antrag von Umweltlandesrätin LHStvin Ingrid Felipe werden 70.000 Euro zur Ergänzung des Informationsangebotes bereitgestellt. An den sogenannten Stationen „begehbares Moorprofil“, „Plattform bei Kapellenteich“, „Verweilplatz bei Kunstinstallation“ und „Vogelhide oberhalb der Schwemm“, wo Vögel aus einem Versteck beobachtet werden können, sind künftig Informationstafeln zu finden. Außerdem soll der Vogelbeobachtungsturm mit einem Fernrohr ausgestattet werden. „Je attraktiver wir das Angebot gestalten, desto einladender ist das Angebot für Einheimische und Gäste, sich mit dem Natura 2000-Gebiet auseinanderzusetzen. Die ‚Schwemm‘ ist nicht nur ein einzigartiges Schutzgebiet, dessen Erhaltung maßgeblich ist, sondern auch ein Ort der Ruhe im Einklang mit der Natur. Ich freue mich, dass wir das Projekt nun weiter stärken und viele Menschen den Zauber dieses Natura 2000-Gebiets erleben werden“, so LHStvin Felipe.

Förderung Arbeits- und Implacementstiftung: Wenn ArbeitnehmerInnen ein Arbeitsplatzverlust droht, gilt es, einen beruflichen und sozialen Abstieg zu verhindern und Betroffene bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz zu unterstützen. „Die rasche und möglichst nahtlose Integration in den Arbeitsprozess wird bei der Arbeitsstiftung durch maßgeschneiderte Schulungsmaßnahmen gewährleistet. Die betroffenen Personen werden von der Laufbahnplanung bis hin zu beispielweise einer neuen Selbstständigkeit begleitet“, berichtet Arbeitslandesrätin Beate Palfrader. Im Vorjahr wurden 78 Personen in der offenen Arbeitsstiftung und fünf Personen in der Insolvenzstiftung betreut. Auch im Jahr 2020 werden auf den Antrag von LRin Palfrader nun rund 167.000 Euro vonseiten des Landes für die Arbeitsstiftung, die in Kooperation mit dem AMS Tirol umgesetzt wird, bereitgestellt. Auch für die Maßnahme „Qualifizierung nach Maß“, durch welche im Vorjahr 142 Personen bei der Qualifizierung für den Arbeitsmarkt bzw. entsprechend den Anforderungen eines spezifischen Unternehmens unterstützt wurden, werden vonseiten des Landes 180.000 Euro bereitgestellt.

Sonderförderungsprogramme: Im Rahmen der Sonderförderungsprogramme werden für den Planungsverband „Oberes und Oberstes Gericht“ rund 108.000 Euro, für den Planungsverband „Pitztal“ rund 85.000 Euro und für die Naturparkregion „Lechtal-Reutte“ rund 74.000 Euro zur Verfügung gestellt. „Mit den Sonderförderungsprogrammen wollen wir die örtliche Infrastruktur im Sinne einer positiven Zukunftsentwicklung stärken. Die Planungsverbände verfolgen in ihren Programm klare Zielvorgaben, um die Regionen als Ganzes zu stärken – dazu zählen Qualitätsverbesserungen im betrieblichen Angebot bis hin zur Förderung von Privatvermieterinnen und Privatvermietern“, betont LH Günther Platter, auf dessen Antrag die Gelder für die Sonderförderungsprogramme beschlossen wurden.

 

 

 

Erkundungen zur Grundwassersituation im mittleren Unterinntal starten

Mo, 01/20/2020 - 15:15

Im mittleren Unterinntal starten die ersten Untergrunderkundungen für das geplante Hochwasserschutzprojekt. Sie sind Teil der Planungsarbeiten für den Hochwasserschutz von 1.500 gefährdeten Gebäuden und 100 Hektar Bauland in der roten und gelben Gefahrenzone zwischen Terfens und Reith i. A.. An rund 180 Stellen werden Schürfungen und Bohrungen durchgeführt. Damit werden die aktuelle Grundwassersituation erhoben und allfällige Auswirkungen der künftigen Schutzmaßnahmen auf das Grundwasser untersucht.

Die lang andauernde hohe Schmelzwasserführung des Inn hat im vergangenen Juni zu einem massiven Anstieg des Grundwasserspiegels im Inntal geführt. In weiterer Folge standen zahlreiche Keller und Felder unter Wasser. Bedenken, dass sich die bestehende Grundwasserproblematik durch das Hochwasserschutzprojekt verschärfen könnte, werden ernst genommen. Aus diesem Grund werden die bei jedem Hochwasserschutzprojekt standardmäßig vorgesehenen Untergrunderkundungen vor allem in den neuralgischen Gebieten des mittleren Unterinntals verdichtet durchgeführt.

Keine Verschlechterung der Grundwassersituation zulässig

„Die Hochwasserschutzmaßnahmen müssen so geplant werden, dass sie sich nicht negativ auf die Grundwassersituation auswirken“, führt Gesamtprojektleiter Stefan Walder aus. Im Zuge der Erkundungen werden der Schichtaufbau des Untergrunds, die Mächtigkeit und der Aufbau sowie die Durchlässigkeit des Bodens untersucht. Die Ergebnisse der 18 Kernbohrungen und 158 Schürfe fließen in ein Grundwassermodell ein. „Damit können die Auswirkungen der geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen auf die Grundwassersituation und die Grundwassernutzungen simuliert werden“, erklärt Walder. Die Erkundungen für die geotechnische Dimensionierung der Bauwerke werden später durchgeführt.

Bohrungen geben Aufschluss

Bei den Kernbohrungen wird bis zu 30 Meter tief gebohrt. Die Bohrkerne geben Aufschluss über den Schichtenaufbau des Untergrundes, ausgewählte Proben kommen ins Labor. Ein Großteil der Erkundungsarbeiten wird in Form von Schürfungen vorgenommen. Dabei hebt ein Bagger eine rund zweimal drei Meter große Grube aus und gräbt dabei maximal bis zum anstehenden Grundwasser. Der Bodenaufbau wird fotografisch und durch ein Schichtverzeichnis dokumentiert.

Der ursprüngliche Zustand der Flächen, auf denen die Bohrungen und Schürfe stattfinden, wird nach Vorgaben der Abteilung Bodenordnung des Landes Tirol wiederhergestellt. Die Erkundungsarbeiten werden außerhalb der Vegetationsperiode durchgeführt, um die landwirtschaftliche Bewirtschaftung nicht zu beeinträchtigen.

Grundwassermodell unteres Unterinntal fertig

Im unteren Unterinntal wurde das Erkundungsprogramm für den geplanten Hochwasserschutz bereits im Jahr 2016 gestartet. Das Grundwassermodell für das untere Unterinntal zeigt, dass sich die Grundwassersituation durch die geplanten Maßnahmen nicht verschlechtert.

Spiel und Spaß beim Euregio Summer Camp 2020

Mo, 01/20/2020 - 11:54

Von 9. bis 16. August 2020 werden rund 60 Kinder von elf bis 14 Jahren aus Tirol, Südtirol und Trentino beim Euregio Summer Camp 2020 in Toblach, Südtirol, gemeinsam die Vielfalt der Europaregion unter dem Motto „Natur trifft Kultur“ entdecken. Einschreibungen sind ab Mittwoch, 22. Jänner 2020 auf der Homepage der Europaregion möglich. Das Euregio Summer Camp findet dieses Jahr bereits zum achten Mal statt. Veranstaltungsort ist die Jugendherberge Toblach als Euregio-Kulturzentrum, das eingebettet in die Natur Südtirols vielseitige Möglichkeiten für die jungen TeilnehmerInnen in unmittelbarer Nähe bereithält.

„Das Euregio Summer Camp steht sinnbildlich für den gemeinschaftlichen Gedanken der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino. Jugendliche aus allen drei Ländern lassen sprachliche Barrieren hinter sich und lernen kulturelle sowie historische Gemeinsamkeiten kennen und schätzen. Dieses Wissen ist grundlegend für ein respektvolles Miteinander“, betont LH Günther Platter.

Grenzüberschreitende Freundschaften knüpfen

„Unsere Jugendlichen brauchen Freiräume, um sich entfalten zu können. Das Euregio-Kulturzentrum in Toblach in Südtirol ist dafür bestens geeignet. Ungezwungen können sie sich dort bei vielseitigen sportlichen und kulturellen Aktivitäten mit Gleichaltrigen austauschen und ihre Fremdsprachenkenntnisse vertiefen. Die grenzüberschreitenden Freundschaften, die dabei entstehen, sind prägend für die Zukunft der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und ein Mehrwert für die Europaregion als Ganzes“, erklärt Jugendlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.

Sprachbarrieren spielerisch überwinden

Das Programm beim Euregio Summer Camp gestaltet sich vielfältig und zweisprachig. „Gemeinsame Unternehmungen und Spracheinheiten in entspannter Atmosphäre erleichtern die Kommunikation unter den Jugendlichen“, sind LH Platter und LRin Zoller-Frischauf überzeugt.

Anmeldungen ab 22. Jänner 2020 unter Externer Link www.europaregion.info/summercamp.

Kontakt

Gemeinsames Büro der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino
Drususallee 1
39100 Bozen
Tel.: +43 512 508 2350
E-Mail: E-Mail info@europaregion.info   

Runder Tisch zum Pistentourengehen im Landhaus

Mo, 01/20/2020 - 11:30

Nachdem sich die erste Aufregung um den unentschuldbaren Angriff eines Pistentourengehers auf einen Pistenraupenfahrer am Rangger Köpfl gelegt hat, lädt Sportlandesrat LHStv Josef Geisler VertreterInnen der Bergbahnen, der alpinen Vereine sowie Sport- und Forstfachleute am Dienstagabend zu einem Runden Tisch ins Landhaus:

„Unser gemeinsames Ziel im Sportland Tirol ist ein konflikt- und unfallfreies Miteinander am Berg unter Einhaltung bestehender Regeln. Jetzt wollen wir in einer ersten Sitzung diskutieren, welche Maßnahmen wir gemeinsam treffen wollen, um den bewährten Tiroler Weg beim Pistentourengehen weiterzugehen und auch weiterzuentwickeln.“

Pistentouren als Massenphänomen

Es sei eine Tatsache, dass Pistentouren boomen. Immer mehr Menschen wollen sich in einem gesicherten Umfeld in der freien Natur bewegen. „Dagegen ist nichts einzuwenden. Im Gegenteil, aus sportlicher und gesundheitlicher Sicht ist das zu begrüßen. Aber wenn etwas zum Massenphänomen wird, muss man reagieren“, so Geisler. Zur Stoßrichtung des runden Tisches meint der Tiroler Sportlandesrat: „Eigentlich will niemand von uns Polizei auf der Piste. Gegen fehlenden Anstand und sportliche Fairness kommt man auch mit Gesetzen nicht an. Vielmehr wollen wir uns überlegen, wie wir das Pistengehen unter geänderten Bedingungen zum Wohle aller Beteiligten weiterentwickeln können. Sanktionsmöglichkeiten gegen Unbelehrbare stehen aber auch auf der Agenda.“

Angebot weiter ausbauen

Schon bisher hat man in Tirol beim Pistentourengehen stark auf die Entwicklung von Angeboten für TourengeherInnen sowohl am Tag als auch in der Nacht gesetzt. Im Großraum Innsbruck gibt es seit 2006 ein zwischen den Bergbahnen abgestimmtes Angebot an Abend-Pistentouren. Auch in der heurigen Wintersaison wurden mit neun Liftgesellschaften wieder fixe Tage und Zeiten vereinbart, an denen TourengeherInnen auch in den Abendstunden auf den Pisten unterwegs sein können und die Pistenpräparierung mit den gefährlichen Seilwinden erst spät in der Nacht erfolgt.

Vor fünf Jahren wurde vom Land außerdem das Tiroler Pistentourenmodell mit einem Leitsystem entwickelt. Eigene, entsprechend beschilderte Aufstiegsrouten für PistentourengeherInnen sollen die Sicherheit gewährleisten und Skifahrerströme entflechten. Die Skigebiete Patscherkofel, Rosshütte, Mutterer Alm, Axamer Lizum, St. Johann i.T., Pitztaler Gletscher und Hochzeiger haben das Modell mit Unterstützung des Vereins snowhow und des Landes bereits umgesetzt. Am Pitztaler Gletscher wird sogar ein eigener Skitourenpark mit drei definierten Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden angeboten.

„Wir sollten das Skibergsteigen auf der Piste weniger als Problem, sondern – wie wir das ja auch beim Mountainbiken und bei den Singletrails tun – vielmehr als Chance sehen und das Potenzial nutzen“, will LHStv Josef Geisler in die Zukunft schauen.

Externer Link www.tirol.gv.at/pistentouren  

Externer Link www.bergwelt-miteinander.at 

Erinnerungskultur in Tirol

Mo, 01/20/2020 - 10:15

Im Jahr 2013 hat die Tiroler Landesregierung den Förderschwerpunkt Erinnerungskultur eingerichtet, um eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Volkskultur und Nationalsozialismus zu ermöglichen sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Geschichte Tirols im 20. Jahrhundert zu erarbeiten. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Projekte aus den Jahren 2014 bis 2018 flossen in die Publikation ‚Vom Wert des Erinnerns‘ ein, welche heute, Montag, präsentiert wurde.

„Das Land Tirol nimmt seine Verantwortung gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus sehr ernst und bekennt sich zu einer Erinnerungskultur, die im Zeichen eines würdigen Andenkens an die Opfer und einer Aufarbeitung der Vergangenheit in allen Gesellschaftsbereichen steht“, betonte Kulturlandesrätin Beate Palfrader. „Im Rahmen des Förderschwerpunktes, der mit 500.000 Euro dotiert war, wurde ein besonderes Augenmerk auf die Einbindung der in der Volkskultur engagierten Verbände, Vereine und ihrer Mitglieder gelegt, damit die wissenschaftlichen Erkenntnisse in der volkskulturellen Praxis berücksichtigt werden.“

Schützen, Trachten und Blasmusik

Ein aus ExpertInnen bestehender Beirat wählte Projekte aus und begleitete die Umsetzung. In der Publikation werden unter anderem die Tiroler Schützen in der NS-Zeit oder die Trachterneuerung vor, in und nach der NS-Zeit thematisiert. Auch die Südtiroler Geschichte kommt im Rahmen eines Artikels über die heimische Blasmusik in den Jahren 1918 bis 1948 zur Sprache.

„Ich danke allen Beteiligten von den Mitgliedern des Beirats für Erinnerungskultur bis hin zu den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie den Institutionen, die an der erfolgreichen Durchführung der Projekte beteiligt waren“, sagte LRin Palfrader.

Förderschwerpunkt Erinnerungskultur bis 2023 verlängert

Der Förderschwerpunkt Erinnerungskultur wurde 2018 für weitere fünf Jahre verlängert und wieder mit 500.000 Euro dotiert. Dabei wurde der Themenkreis um bislang vernachlässigte Aspekte der wechselvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts erweitert. „Unsere Geschichte ist nie abgeschlossen. Es bedarf einer steten Bereitschaft zur kritischen Prüfung unserer Herkunft und unserer Werte, um totalitären, menschenverachtenden Ideologien entgegenzuwirken sowie ein respektvolles und friedliches Miteinander zu fördern“, so die Landesrätin.

Die Publikation ist online unter Externer Link www.tirol.gv.at/kunst-kultur/landesarchiv abrufbar und um 15 Euro im Tiroler Landesarchiv erhältlich.

Tiroler Landesarchiv
Michael-Gaismair-Straße 1
6020 Innsbruck
Tel: 0512 508 3502
E-Mail: E-Mail landesarchiv@tirol.gv.at   

Euregio-Wintersporttag der Freiwilligen Feuerwehren

So, 01/19/2020 - 17:00

2018 fand erstmals der Euregio-Wintersporttag der Freiwilligen Feuerwehren statt, bei dem sich zahlreiche Feuerwehrleute aus der Europaregion in vier verschiedenen Disziplinen – Ski Alpin, Langlauf, Rodeln und Tourenski – messen. Heute Samstag kam es zur zweiten Auflage im Südtiroler Seis am Schlern, bereits gestern Abend fand die offizielle Eröffnungsfeier samt Fahnen-Hissung und Einzug in das Kulturhaus Seis statt.

Bei den Wettkämpfen auf der Seiser Alm geht es einerseits um sportliche Leistungen, andererseits um die Stärkung des Teamgeistes, der für die Feuerwehren die Voraussetzung für ein effizientes Miteinander schafft. „Kameradschaft, Freundschaft, Respekt und gegenseitiges Verständnis werden aktiv gelebt und so füllt sich auch die Europaregion mit Leben“, zeigt sich Euregio-Präsident Günther Platter von der länderübergreifenden Veranstaltung begeistert. „Die Zusammenarbeit in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino soll nicht nur auf politischer Ebene stattfinden. Unser gemeinsames Ziel ist es vielmehr, die Menschen in unseren drei Ländern näher zusammen zu bringen – und zwar über konkrete Projekte genauso wie durch einen intensiven Austausch in Vereinen und Gemeinden. Veranstaltungen wie der Euregio-Wintersporttag der Freiwilligen Feuerwehren sind ein wichtiger Bestandteil für diesen Austausch und tragen außerdem dazu bei, das für uns so wichtige Ehrenamt vor den Vorhang zu holen“, so Platter.

In der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino gibt es 903 Freiwillige Feuerwehren, davon 359 in Tirol, 306 in Südtirol sowie 238 im Trentino, die Tag für Tag bei Unwettern, Hochwasser, Muren und Feuer bedingungslos im Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger stehen.

 

 

LRin Palfrader auf Antrittsbesuch bei Wirtschaftsministerin Schramböck

So, 01/19/2020 - 09:00

Tirols Landesrätin für Bildung, Wohnen und Arbeit, Beate Palfrader, traf sich bei einem Antrittsbesuch mit Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck in Wien. Im Mittelpunkt des Gesprächs der beiden Tiroler PolitikerInnen standen der Kampf gegen den Fachkräftemangel sowie die Mobilisierung des Leerstands von Wohnungen.

„Einerseits steigt der Bedarf an Fachkräften, andererseits ist wegen der demografischen Entwicklung mit Engpässen an Fachkräften zu rechnen, da der Bevölkerungsanteil im erwerbsfähigen Alter zurückgeht. Deshalb wollen wir gemeinsam das Bewusstsein für die Bedeutung von Fachkräften stärken und das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung noch mehr in den Mittelpunkt stellen“, betonte LRin Palfrader. Für die angehenden Fachkräfte braucht es daher neben den bereits bestehenden Initiativen von Land Tirol und den Systempartnern ein noch breiteres Informations- und Beratungsangebot.

Leerstand gemeinsam angehen

Für die Landesrätin ist es gerade im Hinblick auf leistbares Wohnen wichtig, „dass Bund und Länder vor allem bei der Mobilisierung von Leerstand an einem Strang ziehen.“ So ist es erfreulich, dass es im neuen Regierungsprogramm zum Thema Leerstand heißt: „Die Bundesregierung möchte das Angebot an Wohnungen vergrößern und wird zu diesem Zweck gemeinsam mit den Ländern den Leerstand mobilisieren.“

Ferrarischule mit neuem Schwerpunkt Gesundheit und Pflege

Fr, 01/17/2020 - 14:57

Am Standort der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe in der Weinhartstraße in Innsbruck, auch Ferrarischule genannt, wird in Kooperation mit dem Ausbildungszentrum West für Gesundheitsberufe AZW eine dreijährige Fachschule für Sozialberufe mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Pflege eingerichtet, die im Herbst 2020 als Schulversuch starten soll.

„Wir bieten mit dieser Ausbildung ein innovatives, bedarfsorientiertes Bildungsangebot in den Bereichen Gesundheit und Pflege. An einem Gesundheitsberuf interessierte Jugendliche können bereits im Alter von 15 Jahren und nicht erst ab 17 Jahren die Schule besuchen – damit ergeben sich keine Wartezeiten“, informieren Bildungslandesrätin Beate Palfrader und Pflegelandesrat Bernhard Tilg. „Auf diese Weise wird ein weiterer Schritt gesetzt, um die Zahl dringend notwendiger Fachkräfte in der Pflege erhöhen zu können. Durch die Kooperation mit dem AZW für Gesundheits-, Krankheits- und Pflegeberufe in Innsbruck werden vorhandenes Know-how und Ressourcen gebündelt“, so die beiden LandesrätInnen unisono.

„Die Bundesregierung hat das Thema Pflege zu ihrem ersten Schwerpunkt gemacht. Das ist wichtig, denn die Zahl der Pflegebedürftigen in Österreich steigt“, betont auch Bildungsminister Heinz Fassmann „Deshalb stellen wir die Weichen für Gesundheits- und Krankenpflegeausbildungsangebote auch im Rahmen des berufsbildenden Schulwesens. Mit der Etablierung einer dreijährigen Fachschule für Sozialbetreuung und Pflege sowie einer 5-jährigen HLA für Sozialbetreuung und Pflege zielen wir auf die Bekämpfung des Fachkräftemangels im Pflegebereich ab.“

Pflegeassistenz in Lehrinhalte integriert

An der Schule werden die jungen Menschen zu PflegeassistentInnen ausgebildet und erhalten dadurch einen schnellen Zugang zu ambulanten und stationären Pflege- und Betreuungseinrichtungen. So sind Lehrinhalte aus der Pflegeassistenzausbildung in den Lehrplan der dreijährigen Fachschule für Sozialberufe integriert, sodass die AbsolventInnen nach Abschluss der Fachschule nur mehr die notwendigen Praktika durchlaufen müssen. „Die Jugendlichen schließen mit der Abschlussprüfung als Bürokauffrau bzw. -kaufmann und nach einem zusätzlichen halben Jahr in der Praxis als Pflegeassistentinnen und –assistenten ab“, erläutert LRin Palfrader das zukunftsweisende Konzept.

„Darüber hinaus bestehen für die jungen Menschen nach Abschluss der dreijährigen Fachschule vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zum Diplomstudium Gesundheits- und Krankenpflege“, betont LR Tilg. „Dieser Bildungsweg führt nicht nur in eine Richtung, denn wer sich letztendlich nach den drei Jahren nicht für einen Pflegeberuf entscheidet, hat dennoch durch die breitgefächerten Lehrinhalte zahlreiche Berufschancen im medizinischen und privatwirtschaftlichen Bereich oder in der Verwaltung.“

Die Fachschule für Sozialberufe am Standort der Ferrarischule ist kostenneutral. Für den Betrieb der neuen Schule stehen ausreichend Lehrpersonal und Räumlichkeiten zur Verfügung.

 

 

Startschuss für den 68. Tiroler Jugendredewettbewerb

Fr, 01/17/2020 - 08:16

Es ist wieder so weit: Von 17. März bis 3. April 2020 finden in allen Tiroler Bezirken die Vorausscheidungen zum landesweiten Jugendredewettbewerb statt. Anmeldungen für diese Bewerbe sind ab sofort möglich. Jugendlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf freut sich auf viele inspirierende Reden und lädt zum Mitmachen ein: „Der Redewettbewerb bietet jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Argumente zu verschiedensten Themen vor Publikum offen darzulegen und zu verteidigen. Das ist eine wertvolle Erfahrung für die Persönlichkeitsentwicklung und stärkt das Selbstvertrauen. Die Teilnahme am Jugendredewettbewerb ist auch eine hoch geachtete Zusatzqualifikation für den Bewerbungsbogen und das spätere Berufsleben.“

Landesfinale am 5. Mai 2020 in Innsbruck

Ihre Sprachgewandtheit können die RednerInnen in den drei Kategorien Klassische Rede, Spontanrede und Neues Sprachrohr unter Beweis stellen. Die SiegerInnen der Bezirksausscheidungen werden zum Landesfinale am 5. Mai 2020 eingeladen, das im Landhaus in Innsbruck stattfindet. Die tirolweiten GewinnerInnen der jeweiligen Kategorien messen sich anschließend von 23. bis 27. Mai 2020 beim Bundesfinale in Niederösterreich mit den besten RednerInnen der anderen Bundesländer.

Infos zu Teilnahme und Anmeldung

Mitmachen können alle Jugendlichen ab der achten Schulstufe, BerufsschülerInnen sowie arbeitende und arbeitssuchende Jugendliche. Die Teilnahme am Jugendredewettbewerb ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist bis drei Wochen vor den jeweiligen Bewerben möglich, aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen. Der Jugendredewettbewerb wird von der Landesabteilung Gesellschaft und Arbeit organisiert, das Land Tirol fördert Rhetorikseminare zur Vorbereitung auf den Bewerb. Die Bildungsdirektion für Tirol gewährt allen TeilnehmerInnen eine Schulfreistellung.

Anmeldung und alle weiteren Infos zum diesjährigen 68. Jugendredewettbewerb unter Externer Link www.tirol.gv.at/redewettbewerb  

Kontakt für Rückfragen: E-Mail jugendredewettbewerb@tirol.gv.at

Alle Bezirkstermine auf einen Blick

Bezirk Imst

17. März 2020, 14.30 Uhr, Jugendzentrum Imst (Anmeldeschluss: 25. Februar)

 

Bezirk Landeck

17. März 2020, 18.30 Uhr, Altes Kino Landeck (Anmeldeschluss: 25. Februar)

 

Bezirk Lienz

25. März 2020, 9.30 Uhr, Wirtschaftskammersaal Lienz (Anmeldeschluss: 4. März)

 

Bezirk Innsbruck-Land/West

26. März 2020, 9 Uhr, Aula des Gymnasiums Telfs (Anmeldeschluss: 5. März)

 

Bezirk Kitzbühel

26. März 2020, 14 Uhr, Festsaal der Neuen Mittelschule Kitzbühel (Anmeldeschluss: 5. März)

 

Bezirk Schwaz – Berufsschulen, Polytechnische Schulen, 8. Schulstufe, Mittlere Schulen

27. März 2020, 17 Uhr, Aula der Mittelschule Zell am Ziller (Anmeldeschluss: 6. März)

 

Bezirk Reutte

27. März 2020, 19 Uhr, Veranstaltungszentrum VZ Breitenwang (Anmeldeschluss: 6. März)

 

Bezirk Innsbruck-Stadt und Bezirk Innsbruck-Land/Ost

1. April 2020, 14 und 18 Uhr, Mehrzwecksaal Ausbildungszentrum West (AZW), Innsbruck (Anmeldeschluss: 11. März)

 

Bezirk Schwaz - Höhere Schulen

3. April 2020, 17 Uhr, Saal der Wirtschaftskammer Schwaz (Anmeldeschluss: 13. März)

 

Bezirk Kufstein

3. April 2020, 17 Uhr, Sparkassensaal Wörgl (Anmeldeschluss: 13. März)

Höchste Wetterstation Österreichs in Osttirol errichtet

Do, 01/16/2020 - 13:51

Die 205. Wetterstation des Landes Tirol auf der Adlersruhe am Großglockner wurde gestern, Mittwoch, installiert. Sie befindet sich bei der Erzherzog-Johann-Hütte auf eine Seehöhe von 3.454 Metern und ist damit die höchst gelegene Station Österreichs. „Die neue Windstation auf der Adlersruhe am Großglockner ist eine wichtige Ergänzung für unser landesweites großes Netz. Mit den zusätzlichen Daten kann der Lawinenwarndienst Tirol noch genauere Aussagen und Prognosen zur Wind- sowie Schneesituation treffen, was eine weitere Qualitätssteigerung der Lawinenberichte bewirkt“, erklärt der für Katastrophenschutz zuständige LHStv Josef Geisler.

Die Montage und Inbetriebnahme der Wetterstation unter der Leitung von Paul Kößler, zuständig für den technischen Bereich des Lawinenwarndienstes Tirol, wurden abgeschlossen – seit gestern Mittag übermittelt die Station bereits laufend Daten. „Der Standort auf der Adlersruhe liefert uns wichtige Werte zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind im hochalpinen Bereich. Das ist ein großer Vorteil für die Einschätzungen unserer Lawinenkommissionen und der Expertinnen und Experten des Lawinenwarndienstes Tirol“, erklärt Kößler. Rund 10.000 Euro betragen die Kosten für die neue Windstation am Großglockner. Diese werden vom Land Tirol getragen.

Dichtestes Netz in den Alpen

Im Verhältnis zur Fläche Tirols betreibt das Land die meisten Wetterstationen im Alpenraum. Insgesamt sind es etwa doppelt so viele wie in der Schweiz oder dem Trentino. „Die hohe Dichte in Tirol ist bedingt durch die geographische Lage, durch den Tourismus und die vielen Sportlerinnen und Sportler im freien Gelände. Die Daten unserer Wetterstationen sind wesentlich für die Bewertung der Lawinensituation und damit für die Sicherheit der Bevölkerung“, so Kößler. Deshalb werden die Wetterstationen laufend gewartet: „Es sind harte Bedingungen, denen unsere Technik trotzen muss. Schäden an Wetterstationen sind nicht vermeidbar – doch wir sind stets bemüht, den Datenfluss unserer Wetterstationen sicherzustellen.“ So wurden auch gestern im Zuge der Neuinstallation bestehende Wetterstationen gewartet.

Die Daten aller Wetterstationen sind öffentlich zugänglich unter www.lawine.report über den Reiter „Schnee und Wetter“ mit der Auswahloption „Wetterstationen“ bzw. unter www.lawis.at/station.https://www.tirol.gv.at/typo3/www.lawine.report

Studie: Herdenschutz in Tirol nur teilweise und mit erheblichem Aufwand machbar

Do, 01/16/2020 - 10:50

Die Rückkehr der EU-rechtlich streng geschützten großen Beutegreifer stellt die traditionelle Almwirtschaft mit Schafhaltung im freien Weidegang vor große Herausforderungen. Eine vom Land Tirol in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie sollte anhand von vier Almen im Tiroler Oberland und in Osttirol untersuchen, ob und wie Herdenschutz in Tirol mit seinen hochalpinen und teils stark frequentierten Almgebieten machbar ist.

Auf einem Teil der untersuchten Tiroler Schafalmen sind Maßnahmen wie Behirtung, gezielte Weideführung, Zäune, Pferche oder Hunde zum Schutz der Schafherden vor Wölfen machbar. Auf einem anderen Teil der Almen sind Herdenschutzmaßnahmen auf Basis der momentanen Bewirtschaftungspraxis und der derzeitigen Rahmenbedingungen jedoch nicht umsetzbar. Grundsätzlich ist Herdenschutz mit einem finanziellen und arbeitstechnischen Mehraufwand verbunden.

Zukunft der Almwirtschaft sichern

„Das Thema Wolf hat gesellschaftspolitische Sprengkraft. Es ist höchst emotional und polarisiert wie kaum ein anderes“, ist sich LHStv Josef Geisler bewusst. „Ich sehe meine politische Verantwortung darin, kein Öl ins Feuer zu gießen, sondern besonnen auf ausnahmslos allen Ebenen dafür zu arbeiten, damit die Schafhaltung und die Almwirtschaft in Tirol Zukunft haben. Wir müssen alles dafür tun, dass unsere Schafalmen auch weiterhin bestoßen werden.“

In Tirol gibt es knapp 400 Almen, auf die im Sommer rund 68.000 Schafe aufgetrieben werden. 2019 gab es in Tirol fünf Bärennachweise in Form von Fotos, DNA und Spuren sowie neun genetische Wolfsnachweise. Im Zusammenhang mit Wolf und Bär wurden 14.000 Euro Entschädigungszahlungen für 18 nachweislich von Wolf (15) oder Bär (3) gerissene sowie für weitere 40 (31 Wolf, 9 Bär) tote, nicht beurteilbare oder nicht mehr auffindbare Schafe geleistet. 1.000 Euro wurden für Futterkosten für aufgrund der Wolfspräsenz abgetrieben Schafe aufgewendet.

Herdenschutz kostet und hat Grenzen

Die vorliegende Machbarkeitsstudie zeigt, dass Herdenschutz unter den derzeitigen Rahmenbedingungen auf Almen nur bedingt umsetzbar und vielfach mit erheblichen Kosten verbunden ist, die aus der Landwirtschaft heraus nicht zu erwirtschaften sind. Die Kosten liegen je nach Voraussetzungen und Maßnahmen zwischen elf und 80 Euro pro Schaf.

„Aber wir können EU-Recht nicht aushebeln und werden nicht umhinkommen, uns auch in Tirol mit dem Thema Herdenschutz intensiver zu befassen“, rechnet Geisler trotz des Beschlusses des Dreierlandtages in absehbarer Zeit nicht mit einer europarechtlichen Anpassung zum Schutz der Nutztiere auf den Almen. Studienautor Daniel Mettler berichtet aus seiner Erfahrung in der Schweiz: „Herdenschutz hat auch Grenzen. Herdenschutz funktioniert in Kombination mit Regulierung und gezielten Abschüssen.“

Im benachbarten Südtirol ist es bereits zur Bildung von Wolfsrudeln gekommen. Auch in Niederösterreich, der Schweiz, in Deutschland und anderen europäischen Ländern gibt es Wolfspopulationen. Tirol ist derzeit nur mit durchziehenden Einzeltieren konfrontiert. „Wir müssen, können und wollen im Herdenschutz nicht von Null auf Hundert kommen. Für alle jene, die erste Schritte in Richtung Herdenschutz unternehmen wollen, haben wir aber ein Maßnahmenpaket geschnürt“, präsentiert LHStv Geisler eine Reihe von Initiativen.

Landes APP informiert über Wolfspräsenz

Mit Beginn der kommenden Almsaison wird das Land Tirol im Rahmen der Landes APP eine Anwendung anbieten, die die Öffentlichkeit umgehend über eine allfällige Wolfspräsenz informiert. Für Tiere, die in einer solchen Situation von den Almen geholt werden, übernimmt das Land Tirol schon jetzt die Futterkosten. Ebenfalls bereits in Kraft ist ein neues, gut funktionierendes Entschädigungsmodell für gerissene Tiere.

Weidelenkung als Vorstufe

Die Machbarkeitsstudie Herdenschutz hat gezeigt, dass eine gezielte Weideführung der Schafe in den weitläufigen Almgebieten die Voraussetzung für die spätere Umsetzung konkreter Herdenschutzmaßnahmen ist. Eine gelenkte Beweidung anstatt des freien Weidegangs der Schafe wirkt sich zudem positiv auf die Nutzung der vorhandenen Futterflächen und auf die Biodiversität aus. „Bewirtschaftern von Schafalmen, die sich für eine gezielte Weideführung interessieren, bieten wir Almbegehungen mit unseren Experten an“, erläutert Geisler. Diese würden vor Ort auch die Machbarkeit von Herdenschutzmaßnahmen einschätzen.

Pilotprojekte

In ein bis zwei Almgebieten sollen die gelenkte Weideführung und in weiterer Folge Herdenschutzmaßnahmen in einem Pilotprojekt mit Unterstützung des Landes ganz gezielt umgesetzt und erprobt werden. Welche Almen das sein werden, steht noch nicht fest. Auf die Förderung von Herdenschutzzäunen verzichtet man in Tirol vorerst. Erfahrungen aus Nachbarländern haben gezeigt, dass die Förderungen selbst bei steigendem Wolfsdruck kaum angenommen werden. Für den Akutfall stellt das Land Tirol seit vergangenem Jahr acht Notfall-Kits mit Stromversorgung und 300 Laufmetern Elektrozaun zum Ausleihen bereit.

Externer Link www.tirol.gv.at/baer-wolf-luchs

Pflege: Nachtdienstzulage wird bezahlt und Optionsberatung verlängert

Mi, 01/15/2020 - 15:04

Anlässlich der heutigen Pflegeenquete im Landhaus betonen Pflegelandesrat Bernhard Tilg und Gemeindelandesrat Johannes Tratter unisono, die rechtlichen Grundlagen für die Entlohnung von Pflegekräften zu prüfen und in der Folge umgehend eine entsprechende Gesetzesnovelle auszuarbeiten. „Es gibt hier eine Einigkeit zwischen der Landesregierung, den Gewerkschaften, der Stadt Innsbruck sowie dem Tiroler Gemeindeverband. Die Grundlage für die Gehaltsanpassung ‚Gleiches Geld für gleiche Arbeit‘ für alle Pflegekräfte in der Langzeitpflege in Tirol war und bleibt das Gehaltssystem der Tirol Kliniken. Dabei sind sämtliche Lohnbestandteile zu berücksichtigen, selbstverständlich auch die Nachtdienstzulage.“

Optionsberatung gewährleistet

Neben der Nachtdienstzulage, die weiter ausbezahlt wird, ist auch eine Fristenverlängerung für die Optionsberatung vorgesehen. LR Tilg und LR Tratter verweisen auf die Notwendigkeit dieser Verlängerung: „Der derzeitigen Verunsicherung bei den Pflegekräften müssen wir Rechnung tragen. Die Frist für diese Nachdenkphase wird somit angemessen verlängert. Die Entscheidung für das alte oder neue Gehaltssystem kann daher von den betroffenen Pflegepersonen wohlüberlegt getroffen werden. Die Entscheidungsfreiheit auf der Grundlage eines transparenten Einblicks in das neue Gehaltssystem ist gewährleistet. Sowohl die Verlängerung der Optionsberatungen als auch die gesetzliche Verankerung der Nachtdienstzulage ist mit dem Tiroler Gemeindeverband abgestimmt. Land Tirol und Gemeinden ziehen an einem Strang!“

Grundsatz „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“

Das neue Gehaltsschema für den Pflegeberuf in der Langzeitpflege soll Lohnunterschiede bei den Angehörigen der Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufe in Tirol beseitigen: gleichgültig ob man im Pflegeheim, Krankenhaus oder in der mobilen Pflege eines Gesundheitssprengels tätig ist – „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“ lautet der Grundsatz. Neben einer fairen Entlohnung, die gleichermaßen für die Pflege im Krankenhaus und außerhalb des Spitals gilt, sollen auch Kompetenz und Engagement honoriert werden. Zudem besteht unter anderem aufgrund der Durchlässigkeit der Pflegeausbildungen die Möglichkeit, Karriere in der Pflege zu machen – auch das macht sich im wahrsten Sinne bezahlt.

 

 

 

LH Platter: „Betriebsanlagensprechtage als Service für Wirtinnen und Wirte in Tirol“

Mi, 01/15/2020 - 11:06

Welche behördlichen Auflagen sind im Bereich des Brandschutzes oder des ArbeitnehmerInnenschutzes bei einer Gastronomiegründung zu beachten? Was gilt es bei einer Unternehmens- oder Wirtshausübergabe zu berücksichtigen? Welche Genehmigungen braucht es für eine Betriebsöffnung? Diese und viele weitere Fragen werden bestehenden und künftigen Gastronomietreibenden sowie UnternehmerInnen anderer Gewerbe in Tirols Bezirkshauptmannschaften im Rahmen von „Betriebsanlagensprechtagen“ beantwortet. Nachdem diese im Rahmen des Wirtshauspakets tirolweit auf Initiative von LH Günther Platter angekündigt wurden, fällt nun der Startschuss: Ab sofort finden sie regelmäßig in allen Tiroler Bezirken statt, vom Service sollen vor allem bereits tätige und angehende WirtInnen profitieren: „Mit dem Wirtshauspaket wollen wir dem Wirtshaussterben in Tirol entgegenwirken und bestehende sowie angehende WirtInnen bestmöglich bei der Betriebsführung oder Übergabe unterstützen – die Wirtshäuser sind ein unverzichtbarer Teil von Tirols Identität, die es bestmöglich zu erhalten gilt. Die Betriebsanlagensprechtage dienen auch dazu, Wirtinnen und Wirten Unsicherheiten bei notwendigen Investitionen oder veränderten Leitungsstrukturen durch entsprechende Unterstützungsleistungen zu nehmen“, so LH Platter.

Umfassende Beratung: vom Wirtshaus bis hin zum Einzelhandel

Viele verschiedene Unternehmen in ganz Tirol – davon 6.352 Gastronomiebetriebe – sind es, die vom Service an den Bezirkshauptmannschaften profitieren können. Mit den tirolweiten Betriebsanlagensprechtagen setze man Schritte in die richtige Richtung für die gesamte Wirtschafts- und Tourismuslandschaft der jeweiligen Bezirke, erklärt LH Platter: „Die Sprechtage dienen dazu, Interessierten unkompliziert fachkundige Unterstützung anzubieten. Die Expertinnen und Experten an den Bezirkshauptmannschaften stehen bei alltäglichen sowie komplexeren Fragestellungen in den unterschiedlichsten Bereichen beratend zur Seite.“

Näheres zu den Betriebsanlagensprechtagen – darunter auch die jeweiligen Termine – findet sich auf der Website der entsprechenden Bezirkshauptmannschaft.

Hinweis: Die Zahl der Gastronomiebetriebe in Tirol beträgt 6.352. Diese Zahl setzt sich wie folgt zusammen: 1.132 Cafés, 567 Gasthäuser, 800 Gasthöfe, 1.295 Hotels, 875 Imbisse und Buffets, 1.314 Restaurants, 369 Buffets bis maximal 8 Plätze (Quelle: GISA – Gewerbeinformationssystem Austria, Stand: Jänner 2020)

Aktuelles aus der Regierungssitzung

Di, 01/14/2020 - 15:21

Neben den Regierungsmitgliedern nahm heute, Dienstag, auch Bundesministerin Margarete Schramböck am Tisch im Regierungssitzungszimmer im Innsbrucker Landhaus Platz. LH Günther Platter und LHStvin Ingrid Felipe tauschten sich im Rahmen des Antrittsbesuches mit der Wirtschafts- und Digitalisierungsministerin zur weiteren Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Tirol aus. „Mit Margarete Schramböck stellt Tirol wieder eine Ministerin in Wien, bei der die Tiroler Anliegen gut aufgehoben sind. Ich freue mich auf eine weiterhin gute und konstruktive Zusammenarbeit“, so LH Platter.

Auch im Programm der neuen Bundesregierung seien sehr viele Akzente verankert, mit denen auch bei den für Tirol wichtigen Bereichen wie Fachkräfteoffensive, Wasserstoffstrategie, Digitalisierung oder Förderung von Wirtshäusern Ausrufezeichen gesetzt werden. Vielfach sei dabei die Unterstützung des Bundes maßgeblich – allen voran beim Transitverkehr. Die Bundesministerin sicherte Tirol bei ihrem Besuch dazu heute ihre volle Unterstützung zu. LHStvin Felipe hob bei der gemeinsamen Pressekonferenz hervor, dass gerade im Bereich des öffentlichen Verkehrs die Digitalisierung Vorteile bringe: „Unter dem Motto ‚Mobility as a service‘ soll mittels Digitalisierung vor allem die Regionalversorgung in Tirol verbessert werden. Digitale Technologien ermöglichen es, ein bedarfsgerechtes Angebot zu schaffen – damit lassen sich Leerläufe vermeiden und neue Konzepte initiieren.“ So gehe von Tirol eine starke Innovationskraft aus, mit der die Mobilität der Zukunft in Tirol entwickelt und ausgebaut werden kann, wie auch jüngst gegründete Start Ups in Tirol zeigen.

Tirol als Spitzenreiter bei Breitbandausbau und Digitalisierung

Auch die Digitalisierung war zentrales Thema: Tirol nimmt in Sachen Breitbandausbau nach wie vor eine Vorreiterrolle ein. „Durch unsere Breitbandoffensive seit 2012 und die Mittel des Bundes konnten bereits 69 Prozent der Hauptwohnsitze in Tirol mit schnellem Internet versorgt werden. Aktuell erfolgt der Breitbandausbau in 174 Gemeinden“, betont LH Platter. Noch im Frühjahr wird es zur Unterzeichnung eines Glasfaserpaktes kommen. Dabei bekennen und verpflichten sich alle Internet-BetreiberInnen, dass sie auf Glasfasernetze, die von den Tiroler Gemeinden mit Unterstützung von Land und Bund errichtet wurden, zu denselben Vertragskonditionen zugreifen. „Dadurch kann allen Tirolerinnen und Tirolern eine transparente und sichere Preisstruktur gewährleistet werden“, so LH Platter. BMin Schramböck nannte in Sachen Digitalisierung vor allem den Ausbau des digitalen Amtes sowie des „Kaffee Digital“, mit dem noch mehr Menschen digitale Anwendungen zur Vereinfachung ihres Alltages nähergebracht werden sollen.

Fachkräfte als wesentliches Rad im Wirtschaftskreislauf

Der gute Draht in die Bundesländer gilt für die Ministerin als Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit – auch im Bereich der Fachkräfteoffensive. Für LH Platter liegt der Fokus weiterhin auf der Förderung von Fachkräften und der Aufwertung der Lehre – so findet beispielsweise im Herbst der erste Tiroler Lehrlingsball statt. Vonseiten des Bundes soll der „Meister keine Einbahnstraße sein“, sondern eine weitere Entwicklung beispielsweise in Richtung Master ermöglicht werden, wie BMin Schramböck betonte. Auch verwies sie auf die Stärkung der Lehre durch die Einführung eines Berufstitels für Meister und mögliche neue Lehrberufe im Bereich Klima und Umwelt.

Klein- und Mittelbetriebe bei Digitalisierung unterstützen

Im Gespräch mit der Wirtschaftsministerin wurden auch Initiativen thematisiert, die im Sinne der digitalen Weiterentwicklung Tirols maßgeblich sind: „Eine Neuauflage und die Verbesserung des Förderschemas KMU Digital, wo gerade kleinere Betriebe unterstützt werden, um dem technologischen Fortschritt standzuhalten, ist wünschenswert“, erklärt LH Platter. Die Förderschiene lief im Frühling des Vorjahres aus und sei unter dem Aspekt, dass in Tirol circa 99,8 Prozent der Unternehmen Klein- und Mittelbetriebe sind, maßgeblich für die wirtschaftliche Weiterentwicklung.

 

 

 

Neustart für Jagd in Kaisers

Di, 01/14/2020 - 13:30

Trotz Schusszeitverlängerung ist es in Kaisers bislang nicht gelungen, die im Rahmen der Tbc-Bekämpfung notwendige Abschussquote von Rotwild zu erreichen. Dem Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichts folgend müssen die vorgeschriebenen Abschüsse nun mit alternativen Methoden im Wildgatter getätigt werden. Danach kann in der Jagd in Kaisers ein Neustart erfolgen.

Im Jagdgebiet von Kaisers wurde heuer nach tierseuchenrechtlichen Aspekten aufgrund der hohen Tbc-Infektionsrate und Rotwilddichte der Abschuss von 58 Stück Rotwild vorgeschrieben. Über 20 Stück konnten jagdlich nicht erlegt werden. „Trotz intensiver Bemühungen war es auch aufgrund der ungünstigen Witterungsverhältnisse mit Föhn, verhältnismäßig milden Temperaturen und wenig Schnee in den letzten Wochen nicht möglich, das Rotwild mit herkömmlichen Methoden zu entnehmen. Wir werden deshalb das ausstehende Rotwild so rasch wie möglich im bereits errichteten Wildgatter mit entsprechend ausgebildeten und erfahrenen Personen tierschonend erlegen. Es geht um die Gesundheit von Mensch und Tier“, erklärt Landesveterinärdirektor Josef Kössler.

Richtigen Zeitpunkt abwarten

Wann das Wildgatter in Betrieb gehen wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Es sollen nur so viele Stück Rotwild im Gatter erlegt werden, die laut Abschussvorschreibung jagdlich nicht geschossen werden konnten. „Um möglichst tiergerecht vorzugehen, müssen aber alle im Gatter befindlichen Tiere entnommen werden. Deshalb wollen wir den richtigen Zeitpunkt abwarten und werden bei geeigneten Witterungsverhältnissen das Gatter aktivieren“, so Kössler. Aus veterinär- und jagdfachlicher Sicht stellt diese Form der Entnahme aus dem Gatter die schonendste Methode dar.

Bgm Norbert Lorenz aus Kaisers bedauert, dass in der Tbc-Bekämpfung beim Rotwild nunmehr zur letzten Möglichkeit, der Gatterjagd, gegriffen werden muss, sieht darin aber auch eine Chance für einen Neustart: „Wenn mit dieser Maßnahmen die Abschussvorschreibung erfüllt ist, können wir in der nächsten Saison eine geordnete Jagd zur Verpachtung ausschreiben.“ Die Gemeinde Kaisers hat mit der Behörde die weitere Vorgangsweise auch hinsichtlich der künftigen Abschussvorgaben bereits besprochen. Bgm Lorenz appelliert, neue Methoden zur Bekämpfung von Tbc zu erproben.

Vom Seuchenregime zurück zum Jagdrecht

„Das Land Tirol tut alles dafür, dass wir binnen einer Zehnjahresfrist aus dem Regime der Seuchenbekämpfung aussteigen und wieder zurück zu Abschussvorschreibungen nach dem Jagdrecht kommen“, skizziert Landesveterinärdirektor Kössler die weitere Vorgangsweise. Seit dem Jahr 2012 wird Tbc im oberen Lechtal durch eine Reduktion der Wilddichte und ein lückenloses Überwachungsprogramm sowohl beim Rotwild als auch bei den Rindern konsequent bekämpft. Dadurch ist es in der Mehrzahl der Reviere im oberen Lechtal gelungen, die Tbc-Infektionsrate beim Wild von bis zu 30 Prozent auf unter drei Prozent zu senken und in den vergangenen drei Jahren die Übertragung vom Rotwild auf gealpte Rinder zu verhindern. Dass die Erfüllung der derzeit vorgegebenen Quoten zwar herausfordernd, aber in gemeinsamer Anstrengung machbar ist, würden die Abschussquoten aus diversen Revieren zeigen.

 

 

LRin Palfrader auf Antrittsbesuch bei Verteidigungsministerin Tanner

Mo, 01/13/2020 - 14:00

Tirols Landesrätin Beate Palfrader traf heute, Montagvormittag, die neue Verteidigungsministerin Klaudia Tanner auf einen Antrittsbesuch in Wien. Im persönlichen Gespräch ging es um die Bedeutung der geistigen Landesverteidigung, die in der Schule noch mehr in den Mittelpunkt gerückt werden soll.

„Die Auseinandersetzung mit Inhalten der geistigen Landesverteidigung ist in der politischen Bildung in allen Schulstufen, Schultypen und Gegenständen möglich und erwünscht. Sie bildet einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherstellung eines demokratischen Grundkonsenses und des sozialen Friedens – gerade in einer Zeit, wo der soziale Zusammenhalt in unserer Gesellschaft durch extreme Tendenzen in Gefahr steht“, erklärte LRin Palfrader.

Zivilschutz als Allgemeinanliegen

Für Tirol sieht die Landesrätin speziell auch das Thema Zivilschutz von zentraler Bedeutung: „In einem Alpenland leben wir mit den Herausforderungen der Natur. Deshalb ist es wichtig, dass schon jedes Kind lernt, wie es sich beispielsweise im Fall eines Naturereignisses und dessen Auswirkungen richtig verhält. Hier kommt auch der Schule eine große Verantwortung zu, die es wahrzunehmen gilt.“

Was ist geistige Landesverteidigung?

Die geistige Landesverteidigung ist im Grundsatzerlass zur politischen Bildung im Rahmen der Erwähnung der umfassenden Landesverteidigung enthalten. Dabei soll in der politischen Bildung auf den defensiven Charakter der Landesverteidigung, auf Fragen ziviler Schutzvorkehrungen und das Verhalten im Katastrophenfall im Besonderen eingegangen werden.

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